Isle of Reason

Liberty, Rationalism, and the Desire for Future Improvement

Archive for the category “Deutschland”

Ist Günter Grass der nächste Sarrazin? Politische Korrektheit, Tabubrüche und die Macht der Analogie

 Auf den ersten Blick scheinen die beiden – außer dem Schnauzbart und der Mitgliedschaft in der SPD – wenig miteinander gemeinsam zu haben.

Hier der Islamkritiker, der sich möglichst viele ostjüdische Zuwanderer wünschte, weil sie kraft ihrer besonderen Gene klüger seien als die Einheimischen; dort der Israelkritiker, der in der Mohammedkarikaturen-Affäre die Ausschreitungen des muslimischen Mobs verteidigte. Hier also rinks, dort lechts. Wie könnte man sie verwechseln?

[...]

Schaut man jedoch die Reaktionen von Sarrazin und Grass – und besonders ihrer Anhänger und Apologeten – auf die Kritik an ihren Ergüssen an, wird es unmöglich, sie nicht zu verwechseln. Das Erregungsmuster ist identisch.

Der deutsch-britische Journalist Alan Posener in einem Kommentar zu Grass’ kürzlich erschienenen Gedicht auf Welt-Online. Weiterlesen…

Der Dissident kehrt zurück. Überlegungen zu einer zukunftsweisenden Entscheidung

Der russische Dissident Andrei Sacharow. Vom Autor dbking

Nun ist es also amtlich: Die grün-grüne Bundesregierung erklärt der Welt den totalen Ausstieg. Elf Jahre gönnt man den alten Meilern noch, ehe der Stecker gezogen wird, danach soll nach Willen der Nostradamus-Jünger das goldene Zeitalter über Deutschland einbrechen. Befreit aus den Zwangsjacken von Wachstum, Innovation, Leistung und Fortschritt, richtet es sich der deutsche Michel in nachhaltigen Biotopen gemütlich ein. Vater Staat schützt ihn zudem vor allen Unannehmlichkeiten des modernen Lebens und nimmt ihm schwierige Entscheidungen ab.

Das Bild von Deutschland als heimelige Idylle, geträumt von nationalsozialistischen Naturschützern wie von progressiv-linken Antisfaschisten, wird in diesen Tagen Realitäten. Die romantische Schwärmerei für das Irrationale, wie sie sich nur im Land der Dichter und Denker entwickeln konnte, sie findet in dieser utopischen Rückwärtsgewandheit ihren modernen Ausdruck. Und das, nachdem es so lange so gut aussah für die zweite deutsche Republik. Weiterlesen…

Akzeptierte Absurditäten: Gender-Quote

Hoch die Faust!

Neues Design, neues Glück: Mein Blog macht rein äußerlich derzeit eine Metamorphose durch, um danach wieder taufrisch an die Öffentlichkeit zu können. Passend dazu wird auch die Art der Berichterstattung etwas modelliert, ich werde versuchen, etwas sachlicher zu berichten und ätzenden Sarkasmus nur dann einzusetzen, wenn er reiflich verdient wurde. Mittlerweile bin ich der Meinung, das diese Methode eher für andere Ideen öffnet. Inhaltlich dagegen bleibt alles beim Alten, das faktenbasierte, liberalkonservative Konzept wird nahtlos fortgeführt.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Momentan ist es ja ziemlich viel Wirbel um den Quoten-Streit zwischen den beiden Ministerinnen von der Leyen und Schröder (deren Aussagen sich wie eine Farce auf meinen letzten Artikel lesen). Für viele steht dabei außer Frage, dass die Quote für Frauen in Führungsetagen kommen muss, nur über das Wie darf überhaupt noch gestritten werden. Die Ansichten dazu schwanken von kompromisslosen 40% für alle bis hin zu flexiblen Anteilen, unberechtigt sind sie alle gleichermaßen. Weiterlesen…

Kristina Schröder war eine gute Wahl

Die neue (nun ja, nicht mehr ganz so neue) Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat mich zu Beginn wenig überzeugen können. Zu zögerlich und duckmäuserisch erschien sie mir in den ersten Dienstwochen. Ich muss zugeben, dass sich dieser Eindruck inzwischen ziemlich gewandelt hat. Mittlerweile glaube ich ehrlich gesagt, dass sie durchaus auch zu höheren Aufgaben in der Lage wäre.

Mir fällte da zuerst die Feminismus-Debatte ein, die sie vor einiger Zeit angestoßen hatte, gefolgt von wütenden Protesten von Alice Schwarzer, was ja generell schon mal ein gutes Zeichen ist.  Endlich hat mal wieder jemand klargestellt, das Frauen im Westen nicht schlechter behandelt werden als Männer und das Gehalts-und andere Unterschiede zu einem großen Teil auf die Biologie zurückführbar sind und nicht auf die Erziehung. Weiterlesen…

Lustiges zur Laufzeitverlängerung

Zuerst mal die gute Nachricht (wenn auch schon etwas älter) : Deutsche Atomkraftwerke dürfen im Schnitt 12 Jahre länger am Netz bleiben! Da die Technik einen beträchtlichen Teil unserer  Stromversorgung sichert (und das, im Gegensatz zur populären Meinung, auf sicherer Basis), sollten wir natürlich möglichst lange von ihr profitieren. Potential hat sie allemal. Weiterlesen…

Krieg ist nicht das letzte Mittel

Hauptsache gegen Krieg. Quelle: http://www.coxandforkum.com/archives/001127.html

Radikalpazifismus macht sich gut in Deutschland. Böse Geister könnten munkeln, dass den Deutschen nach zwei verlorenen Weltkriegen, die sie selbst angezettelt haben, auch nicht viel anderes übrigbleibt als ein konsequentes Eintreten für den Frieden. Aber wollen wir mal nicht so sein, Frieden ist schließlich ein höchst ehrenwertes Ziel, quasi schon per Definition als moralisch unangreifbar deklariert. Wer Pazifist ist, kann ja nur richtig liegen. Das Eintreten dafür ist eine sichere Nummer, ähnliche wie das für den heldenhaft vorgetragene Antifaschismus.

Auch auf die Gefahr hin, als unilateraler Bellizist, der nur Wirtschaftsinteressen im Kopf hat, gebrandmarkt zu werden:  Ich lehne die meisten Bestreben der Friedensbewegung aus ganzem Herzen ab. Themen, über die es keine zwei Meinungen geben darf, haftet immer eine gewisse Willkür an, ein Realitätsfremde, die aus der Konsequenz der verheerenden Wirkungen des Pazifismus entstehen. Da Pazifismus oft genug bedeutet, einfach wegzusehen und nichts zu tun, ist es höchste Zeit, dem absoluten Frieden die Idee der liberalen Demokratie entgegenzusetzen.

“Frieden” ist nämlich kein ohne weiteres erstrebenswertes Zustand, der für sich allein genommen schon zur Beglückung der Menschen ausreicht. Manch einer erinnert sich vielleicht an das anfängliche Programm der Hitler – Regierung, das ebenso vehement für den Frieden eintrat (wie sich schnell herausstellte, war das natürlich gelogen) wie der iranische Diktator Ahmadinedjad. Diese Menschen wünschten nichts weiter als die Weltherrschaft, und schon wäre Frieden dauerhaft gesichert.

Worauf ich damit hinaus will: Wenn ein totalitäres System die Voraussetzung für den Frieden ist, muss man ihn ablehnen. Vielmehr gilt es, die menschliche Freiheit durch Errichtung von Demokratien zu gewährleisten – und das zur Not eben auch mit Gewalt. Ich möchte an einigen Beispielen zeigen, warum Krieg noch nicht einmal die Ultima ratio ist, sondern ein politisches Instrument, das dann eingesetzt werden sollte, wenn es die humanere Lösung ermöglicht.

Versteht mich nicht falsch: Krieg ist sicherlich kein wünschenswerter Zustand, aber um die Vision vom “ewigen Frieden” zu erlangen, müssen Aggressoren (Iran, Nordkorea…) beseitigt werden. Im Sinne der Verantwortung sollten wir allerdings auch dann einschreiten, wenn eine Regierung keine Bedrohung für die Außenwelt darstellt, dafür aber die eigene Bevölkerung unterdrückt oder sogar ermordet (Sudan). Statt pazifistischer Ideologie sollten wir unseren Verstand und unser Mitgefühl einsetzen, damit eine Tragödie wie die in Ruanda sich nicht noch einmal wiederholt, als die UN- Blauhelmtruppen tatenlos bei Massakern zusehen mussten.

 

Was lehrt uns die Geschichte?

Beispiel 1: Die russische Revolution 1917

Appeasement - Strategie. Quelle: http://www.coxandforkum.com/archives/000053.html

Das kommunistische Russland, wie es von 1917 bis 1991 existierte, war mit Sicherheit einer der größten Völkermörder aller Zeiten. In dieser Zeiten verloren etwa 60 Millionen Menschen ihre Leben aufgrund von Hunger, stalinistischen Säuberungen, Gulags oder Bürgerkrieg. 1917, im Jahre der bolschewistischen Revolution, war das Land schwach und verletzlich. Hätte man hier eingegriffen, wären Millione von Menschenleben gerettet worden! Nicht zu vergessen ist dabei, dass es auch den Kalten Krieg mit all seinen unerfreulichen Folgen (Stellvertreterkriege wie in Korea oder in Vietnam) niemals gegeben hätte. Wie kann irgendjemand, der klaren Verstandes ist, behaupten, dass man hier nicht präventiv hätte eingreifen sollen?

Beispiel 2: Nazi – Deutschland

Dieses Beispiel ist sicherlich viel präsenter und auch beeindruckender. Es sollte eigentlich auf Ewigkeiten eine Warnung an alle Friedensaktivisten sein, hielt aber leider nicht lange.

Die expansiven Bestreben des Deutschen Reiches wurden lange vor Kriegsbeginn offensichtlich, namentlich der Austritt aus dem Völkerbund, die Wiedereinführung der Wehrpflicht oder die Annexion des Saarlandes (alle bis 1935). Hätte man zu dieser Zeit interveniert, als Deutschland noch schwach war und am Boden lag, wären selbst bei unrealistisch hohen Opferzahl dieses Einsatzes (sagen wir, 1 Million) immer noch mehrere Millionen Leben gerettet worden. Stattdessen bevorzugte es vor allem die britische Regierung unter Neville Chamberlain, Hitler durch ihre Appeasement – Politik immer stärker werden zu lassen. Den juckte das Entgegenkommen und der Dialog nämlich überhaupt nicht.  Glücklicherweise wendete sich das Blatt unter Churchill.

 

Fazit

Für mich zeigen diese Beispiele überdeutlich, dass ein Krieg (auch ein Präventivkrieg) oft mehr Menschenleben rettet als Verhandlungen. Leider haben wir nichts daraus gelernt, weswegen heute schon die nächste Bedrohung vor der Tür steht, weil wir nicht rechtzeitig eingegriffen haben. Die Islamische Republik Iran wäre 1979, zur Zeit der Revolution, leicht auszubremsen gewesen. Heutzutage ist sie dagegen ein ernstzunehmende Nuklearmacht und eine Bataillon der islamistischen Terroristen, die in den letzten 35 Jahren etwa 5 Millionen Menschen ermordet haben. Irgendwann wird eine Generation kommen und ihre Väter fragen: Warum habt ihr damals nichts unternommen? Ihr hättet es doch besser wissen müssen!, und wir werden die Antwort schuldig bleiben.

Das große Problem an Diktatoren ist, dass sie sich nicht für Diplomatie und Sanktionen interessieren. Sie ignorieren das einfach solange, bis man sie erwischt, und fordern dann, nach Regeln behandelt zu werden, die sie selbst verachten. Die einzige Sprache, die sie verstehen, ist Gewalt. Anstatt also zu sagen: “Beim nächsten Mal drohen wir euch mit UN-Sanktionen” , sollten wir vielmehr klarmachen: “Wenn ihr nicht sofort aufhört, Atomwaffen zu bauen/die Opposition zu verfolgen/Terroristen zu unterstützen, machen wir euch platt.” Ganz schlicht und einfach. Und die Diktatoren, sie werden gehorchen.

In diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest.

Das Elend der säkularen Szene

Über jeden Zweifel erhaben. Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Atheist-Badge-Bronce.png

(UPDATE) Alle, die sich bei dem Titel schon Sorgen (oder Hoffnungen) machen, muss ich leider enttäuschen. Ich bin nicht bekehrt worden. Auch nicht ein bisschen. Aber es ist höchste Zeit, Alarm zu schlagen in einer Szene, die sich in ihre dogmatischen Selbstüberzeugung bald mit der katholischen Kirchen messen lassen kann.

Es ist schon beinahe skurril, dass ich als dezidierter Atheist/Naturalist einen Beitrag, der sich kritisch mit Atheisten auseinandersetzt, vor einem Beitrag zur Religionskritik (wenn man die Seitenhiebe in anderen Artikeln mal raus lässt) veröffentlichen. Das hat weniger damit zu tun, dass ich der Religion gegenüber inzwischen positiver eingestellt bin (weit gefehlt!), sondern vielmehr damit, dass die Gottlosen mir zunehmend suspekt werden, zumindest deren Mainstream.

Atheisten haben den Gläubigen eines voraus: Sie haben erkannt, wie unwahrscheinlich deren Götter sind, weil sie sich bei der Gretchenfrage nicht von Hoffnungen und Wünschen, sondern von Argumenten leiten ließen. Irrtümlicherweise sind viele von ihnen deswegen aber der Meinung, sie hätten die Vernunft gepachtet und liegen insofern bei jeder Einschätzung richtig. Dabei ist die religiöse Ideologie nur eines von vielen unreflektierten Memkonstrukten. Ungläubig zu sein bedeutet eben nicht, dass man auf jedem Gebiet nur den Verstand walten lässt.

Mir sind dabei hauptsächlich zwei Dinge aufgefallen, die mit nichts anderem Denkfaulheit erklärt werden können. Eines davon hat mit Politik zu tun, dass andere mit den Adressaten ihrer Kritik.

Die meisten Atheisten kommen aus der politisch linken Szene. Da die Linken generell ein Problem mit Autoritäten haben (außer natürlich dem Diktatoren – Fanclub der UN), ist sie oft am aktivsten, wenn es um Kritik an der Kirche geht.

Natürlich legen diese Leute ihre politische Meinung nicht ab, wenn sie zu Atheisten werden. Das hat dann zum Teil skurrile Folgen, wenn sie einerseits die Bevorzugung der Kirchen in Deutschland angreift, andererseits aber Islamkritikern den Mund verbieten möchte. Andere traurige, typisch linken Ansichten zum Sozialstaat (muss immer weiter anwachsen), zur Kriminalität (schlimme Kindheit), zur Außenpolitik (runder Tisch mit Diktatoren), Kulturrelativismus und so weiter und so fort. Wer Gläubigen also vorwirft, sich nie mit der Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes auseinanderzusetzen, muss auch mal seine eigenen Ansichten hinterfragen, die oft genauso wenig durchdacht sind.

Das zweite Problem ist die extreme Fokussierung auf das Christentum, genauer: auf die römisch -katholische Kirche. Es ist sonnenklar, dass es in Deutschland Handlungsbedarf im Bezug auf die massive Bevorzugung der beiden Großkirchen gibt (Kirchensteuer, Finanzierung von Caritas, Bischöfen u.a., Religionsunterricht, usw.), aber das ist sicherlich nicht unser ärgstes Problem. Wenn von einer Religion wirklich Gefahr ausgeht, dann ist das der Islam. Auch das Anwachsen des evangelikalen Christentums stellt keine derartige Bedrohung dar. Der oft gebrachte “Abortion clinic bombers”- Vergleich kann noch nicht mal mehr als hinkend bezeichnet werden:

  1. Islamic terrorists have killed 60,000 people over the last 6 years.
  2. Abortion clinic bombers have killed 7 people over the last 35 years.
  3. Islamic terrorists have killed 5 million people over the last 35 years.

Von hier.

Trotzdem wird von den “Humanisten” vor allem und mit größtmöglichem Einsatz das Christentum angegriffen. Gut, da braucht ma ja auch keine Angst zu haben, dass die einem was antun, die Zeiten sind längst vorbei.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das Magazin wissenrockt! . Ich habe es früher gern gelesen (heute immer noch ab und zu), aber sie sind sehr einseitig und langweilig geworden. Mittlerweile wird dort alles veröffentlicht, Hauptsache, es stammt von einem Atheisten oder kritisiert die Katholiken. Darauf sind die dann meist superstolz, ist ja auch ziemlich mutig, ähnlich wie die Linken, die sich so viel auf ihren Antifaschismus einbilden. Seit Wochen lassen sie sich dort über kaum etwas anderes aus als die Papstrede im Bundestag (hier und hier und hier und hier und hier (der ist besonders dämlich)), als ob damit der Untergang der Demokratie bevorstehe. Natürlich darf man auch nicht vergessen, in jedem Artikel zu erwähnen, dass Joe Ratzinger ein fundamentalistischer Theologe ist. Der sprengt zwar keine Busse in die Luft, aber dafür dürfen ja Frauen auch keine Priester werden.

Wenn man Spaß haben will, muss man mal die Seite besuchen und einen prominente Chef-Atheisten kritisch reflektieren. Ich habe in einem Artikel, der etwas mit Judenhass zu tun hatte, mal geschrieben, dass Antisemitismus keinesfalls ein Phänomen unter rechten Christen sei, sondern im Gegensatz weit verbreitet. Als Beispiel (nicht gesichert) führte ich Richard Dawkins an, mit Verweis auf eine entsprechende Diskussion. Die Antwort kam prompt:

Was hier “erschreckend” ist, ist Ihre schlecht getarnte kreuz/kath.net Propaganda. Dawkins positioniert sich gegen die Erfinder, Förderer und Nutznießer des Antisemitismus, namentlich die christlichen Kirchen. Ihre unverschämte, ehrabschneidende Verleumdung, die Sie mit keinem einzigen Argument untermauern (wie auch?), findet sich auf jeder bekannten theo-faschistischen Seite im Netz. Und in den hassgefüllten Köpfen derer, die unseren Planeten nur als Scheibe begreifen können.

(Meine Beiträge zu der Diskussion wurde inzwischen gelöscht. Immer ein gutes Zeichen.)

Oh weh, ich hatte den Propheten Richard angegriffen. In dem Satz steckt eigentlich alles drin: Hass vor allem (oder nur) auf die Christen, willkürliche Anfeindungen sowie das Ignorieren von unbequemen Tatsachen (mein Link zählte aus mir nicht bekannten Gründen nicht). Gut gebrüllt, Löwe.

Was bleibt festzuhalten? Atheismus ist keine Ideologie oder politische Philosophie. Es ist nichts weiter als eine Ansicht zu der Frage, ob Gott existiert oder nicht. Deswegen ist das Spektrum der Atheisten auch so breit gefächert, gehören die schlausten Menschen und die brutalsten Diktatoren dazu. Auf dieser Grundlage kann man recht wenig aufbauen.

Atheismus der erste Schritt auf einem Weg hin zur Vernunft, nicht mehr und nicht weniger. Nur weil man diesen getan hat, weiß man noch lange nicht alles besser. Ideologien lauern auch anderswo.

Nur noch peinlich

Zur Einstimmung aufs Weihnachtsfest: Ein wunderschönes Lied über den Stuttgarter Bahnhof Weiterlesen…

Die Endlagerung der Atommüllfrage

Lustig, diese Leute. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_B_145_Bild-F046092-0003,_Bonn,_Demo_gegen_Kernenergie_-_AKWs.jpg

„Erst haben die Menschen das Atom gespalten, jetzt spaltet das Atom die Menschen.“ Auch wenn dieses Zitat sprachlich wunderschön verknüpft ist, trifft es doch eigentlich nicht ganz die momentane Lage. Die Frage nach Atomenergie ist keine, die die Bevölkerung spaltet. In Wahrheit ist man sich über das Enfant terrible der Energiegewinnung so einig über kaum einem anderen Thema. Gleichzeitig dient sie als Zeichen des Protests gegen “die da oben”, die Regierung also, die den kleinen Mann unterdrückt und Wahlversprechen ignoriert. Weiterlesen…

Gestatten, mein Name ist Eugenik

Der Godfather der Eugenik: Francis Galton, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Francis_Galton_1850s.jpg

Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst der Eugenik. Ich glaube, es gibt nur ganz wenige Begriffe, die sich auch nach Jahrhunderten noch einer derartigen Schlagkraft erfreuen wie das böse E-Wort. Das große Problem an der Sache ist jedoch, dass der Begriff oft schnell zur Hand ist und selten zutrifft – beim Thema Rassismus ist es ja kaum anders. Halten wir also einmal kurz inne und besinnen uns auf das Wesentliche. Weiterlesen…

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