Isle of Reason

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Archive for the category “Antisemitismus”

Ist Günter Grass der nächste Sarrazin? Politische Korrektheit, Tabubrüche und die Macht der Analogie

 Auf den ersten Blick scheinen die beiden – außer dem Schnauzbart und der Mitgliedschaft in der SPD – wenig miteinander gemeinsam zu haben.

Hier der Islamkritiker, der sich möglichst viele ostjüdische Zuwanderer wünschte, weil sie kraft ihrer besonderen Gene klüger seien als die Einheimischen; dort der Israelkritiker, der in der Mohammedkarikaturen-Affäre die Ausschreitungen des muslimischen Mobs verteidigte. Hier also rinks, dort lechts. Wie könnte man sie verwechseln?

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Schaut man jedoch die Reaktionen von Sarrazin und Grass – und besonders ihrer Anhänger und Apologeten – auf die Kritik an ihren Ergüssen an, wird es unmöglich, sie nicht zu verwechseln. Das Erregungsmuster ist identisch.

Der deutsch-britische Journalist Alan Posener in einem Kommentar zu Grass’ kürzlich erschienenen Gedicht auf Welt-Online. Weiterlesen…

Das Israel-Syndrom

Es gibt wenige Sachen, die Menschen auf der ganzen Welt so sehr und so anhaltend beschäftigen wie die Juden. Ist die Judenfrage erst einmal geklärt, löst sich jedes andere Problem wie von selbst, hieß es früher. Ist der Nahostkonflikt gelöst, verschwinden auch sämtliche andere Krisenherde der Welt, lautet die zeitgemäße Variante.  Die Stilisierung des israelisch-palästinensischen Konflikts zum politischen Dauerthema lässt sich kaum anders erklären. Weiterlesen…

Israel, schlimmster Staat auf Erden

So oder ähnlich klingt der Tenor aus linksprogressiven Meinungsmachern und arabischen Hinterwäldlern, wenn es mal wieder um den Nahostkonflikt geht, von dem wir ja alle wissen, dass seine Lösung sämtliche Probleme auf der ganzen Welt – Klimawandel, Armut und Genfood – im Nu beseitigen würde. Bei allem Tamtam, dass dazu immer gemacht wird, übersieht man doch oft, dass der Konflikt eigentlich gar nicht besonders schwer beizulegen wäre, vorausgesetzt freilich, die arabische Halbinsel würde einen jüdischen Nachbarn an ihrer Seite tolerieren. Insofern ist es dann natürlich  doch schon wieder schwierig.

Wie dem auch sei – als erlauchter Bildungsbürger weiß man natürlich, auf wen der Zwist am toten Meer zurückzuführen ist. Seit der Gründung Israels 1948 werden Jahr für Jahr Analysen verfasst, die den zionistischen Aggressor zum Haupt- oder gar alleinigem Verantwortlichen im Streit um ein bisschen Wüste und der damit verbundenen Kränkung der Ehre der muslimischen Welt küren, womit sie zwar ihre beeindruckende Kreativität zur Schau stellen, sich dabei aber in Parallelwelten bewegen, die jedem Psychiater Freude bereiten würden. Weiterlesen…

Die Juden sind unser Unglück

Photo by Beny Shlevich

Dass Antisemitismus weit verbreitet ist, habe ich ja schon einmal festgestellt. Dass er nach Ausschwitz nicht einfach ausgestorben, sondern in Form des Antizionismus überlebt hat, wird zwar oft geleugnet, ist aber Tatsache. Das die Birgit aus Berlin oder der Dieter aus Wuppertal nicht ruhen können, weil ihnen die israelischen Gräueltaten an den Palästinensern den Schlaf rauben, ist zwar bedauerlich, könnte aber immer noch auf deren Uninformiertheit zurückgeführt werden. Dass aber auch bedeutende Persönlichkeiten und andere Geistesgrößen abseits des rechten Randes nur zu gerne mal dem alten Wahn verfallen, ist dann doch ein wenig verwunderlich. Wer das nicht glaubt, dem sei hier mal eine Best-of-Judenhasser-Zitate vorgestellt, in völlig wahlloser Zusammensetzung: Weiterlesen…

Herr H. wäre stolz auf uns

Der ehrbare Antisemit benötigt stets einen Juden, der seine Ansichten stützt. Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Moshe_ber_beck.jpg

Der ehrbare Antisemit benötigt stets einen Juden, der seine Ansichten stützt. Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Moshe_ber_beck.jpg

Wir alle sehnen uns ja gelegentlich zurück in die gute alte Zeit, als die Welt noch nicht so hektisch und unübersichtlich war. Damals, als man noch genau wusste, was richtig und was falsch war, und sich nicht ständig und ermüdend über Detailfragen streiten musste. Beinahe wehmütig machte man sich deswegen auf die Suche nach einem konstanten Faktor, einen unumstößlich Wert, der größer und bleibender ist, als wir selbst es sind. Weiterlesen…

Bitte streichen!

Darf man den Holocaust straflos leugnen? Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d7/Buchenwald_Samuelson_62779.jpg

Darf eine pluralistische Gesellschaft es zulassen, dass Menschen, die sich rassistisch oder gewaltverherrlichend äußern, vom Gesetz geschützt werden? Sie darf nicht nur, sie muss sogar – auch in Extremfällen, zu denen unter anderem die Holocaustleugnung zählt. Ein Plädoyer für die Meinungsfreiheit, dem untrüglichstem Kennzeichen einer liberalen Demokratie. Weiterlesen…

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